Weihnachtsgeschenke im Tierheim

Weihnachtsgeschenke landen im Tierheim

Alle Jahre wieder....

Wie jedes Jahr nach Weihnachten landen viele Tiere im Tierheim.

Wie jedes Jahr wird durch die Medien vor Weihnachten darauf hingewiesen, dass Tiere sich absolut nicht als Weihnachtsgeschenk eignen.
Wie jedes Jahr kommen sie wieder auf den Gabentisch.
Und wie jedes Jahr gefällt dem Kind dann das Kaninchen doch nicht. Die Farbe stimmt nicht, oder der Hunde Welpe ist so lebhaft oder die Katze hat gekratzt.

 

 

 

Was passiert dann mit den einst so begehrten Geschenken?

Wenn diese Tiere noch Glück im Unglück haben, werden sie im Tierheim abgegeben. Doch in den meisten Fällen überlässt man sie einfach ihrem Schicksal indem man sie irgendwo aussetzt.
Man kann sich die Überlebenschancen eins kleinen Kaninchens oder eines Hundewelpen vorstellen.

Werden die Tiere gefunden und ins Tierheim gebracht wird dort zuerst die Erstversorgung übernommen. Medizinisch durchchecken, aufpäppeln und dann beginnt die Zeit des Wartens.

Die Pressestelle im Tierheim Berlin gab mir die Information, dass schon am Dienstag, also drei Tage nach dem Heiligen Abend über 20 Tiere aufgenommen wurden.

Es war alles dabei,  Hundewelpen, Kaninchen und Katzen Babys. Die Tiere kamen überwiegend über die Fundstelle des Tierheims.

Wie beim Beispiel der beiden Dackel Welpen Dino und Donato.
Ein Anwohner aus Berlin fand die beiden ca. drei Monate alten Welpen auf dem Nachbargrundstück. Sie sind dort über den Zaun geworfen worden.
Die beiden hatten Glück, sie wurden noch vor Silvester in neue Familien vermittelt.

 

 

 

Aber was war schief gegangen bei den Beiden, die stellvertretend für wahrscheinlich unzählige Abgabetiere deutschlandweit stehen?

Vielleicht waren sie nicht stubenrein und haben ihre Spuren im neuen Heim hinterlassen, vielleicht haben sie auch einen Stuhl angeknabbert, vielleicht haben sie gejault in der Nacht.

Und wem gibt man die Schuld?

Dem Hund, der sich nicht wie erwartet verhält? Dem Kind, das sich doch so sehr einen Kameraden gewünscht hat und dann doch weint, weil das Tier so „wild“ ist? Den Verwandten, die das Tier als Geschenk ausgewählt haben? Oder vielleicht doch den Züchtern und Zoogeschäften, die Tiere verkaufen, wohlwissend dass sie als Geschenk gedacht sind?

 

Der Deutsche Tierschutzbund, die Tierheime bundesweit und die Medien appellieren jedes Jahr  an Tierfreunde, auf Tiere als Geschenke zu verzichten.

Verantwortungsvolle Tierbesitzer, auch solche die es werden wollen, informieren sich vor der Anschaffung über die Art des Tieres, über die Rasse und die Anforderung an dessen Haltung.
Im besten Fall besuchen sie ein Tierheim und schauen sich dort um.
Die beiden Dackel Jungs hatten Glück, viele andere noch nicht und warten verstört im Tierheim auf eine zweite Chance.
Obwohl das Aussetzen von Tieren in Deutschland mit hohen Strafen geahndet wird, lassen sich viele Menschen nicht davon abhalten die unüberlegten Geschenke einfach zu entsorgen.
Doch der Deutsche Tierschutzbund, die Tierheime, Tierschutzorganisationen und die Medien werden nicht aufhören, aufzuklären und an die Menschen zu appellieren.

Ich schließe mich jedenfalls dem Zitat von Michael Grewe und Dr. Walter Reulecke an:

Sicher gibt es idealere Bedingungen für einen Hund als im Hochhaus einer Großstadt. Aber was nützt dem Hund der Wald, wenn er dort allein ist?

Wenn Sie sich näher über die Tiere informieren möchten, schauen Sie auf die Website des Berliner Tierheims.

Hier finden Sie eine Liste der Tierheime in Deutschland:
www.tierheim-liste.de/

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