Amputation-dreibeiniger Hund

Amputation bei Haustieren

Amputation als Lebensrettung

Wie wir Menschen können unsere Haustiere auch jeder Zeit einen Unfall haben, der eine schwere Verletzung verursacht. Das betrifft vor allem Hunde und Katzen, die draußen herumlaufen und von einem Auto erfasst werden. Aber auch durch Bisse oder andere Wunden, die eine schwere Entzündung verursachen, kann eine Amputation oft die einzige Möglichkeit sein, dem Tier das Leben zu retten, bzw. ihm ein schmerz- und beschwerdefreies Weiterleben zu ermöglichen.

Amputation bei einem Degu

In die SmartVet Tierarztpraxis Wiesbaden kam Degu-Dame Yuki als Patient. Bei Röntgenaufnahmen in einer anderen Praxis wurde bereits festgestellt, dass mehrere Zehen ihrer rechten Vorderpfote gebrochen waren. Die Haut ihrer Zehen war abgestorben und die ganze Pfote angeschwollen. Es bestand die Gefahr einer Blutvergiftung, die für Yuki den sicheren Tod bedeutet hätte. Um ihr diesen zu ersparen, blieb nur eine Amputation ihres Füßchens als einzige Lösung.

Yuki wurde unter eine schonende Gasnarkose gesetzt. Die Abtrennung der kleinen Extremitäten erforderte viel Geschicklichkeit. Nachdem die entstandene Wunde mit Fäden verschlossen wurde, konnte Yuki schon bald wieder aufwachen und zeigte ein gutes Allgemeinbefinden. So konnte sie zügig mit heilungsfördernden Medikamenten nach Hause entlassen werden. Zwar war das Anlegen eines Verbands nicht möglich, die weitere Behandlung dauerte dennoch keine 10 Tage, da alles problemlos heilte.
An ihrem Handicap stört sich die kleine Yuki überhaupt nicht und sie kann nach wie vor ohne Einschränkung mit ihrer Mitbewohnerin Suki mithalten.

Eine Amputation macht Tiere nicht unglücklich

An Degu Yuki zeigt sich, dass ein Leben mit nur drei Beinen nicht nur möglich, sondern durchaus lebenswert ist. Das trifft nicht nur auf Nagetiere zu, sondern auch auf Hund und Katze. Auch sie arrangieren sich mit ihrem Handicap. Und was noch wichtiger ist: Sie selbst sehen es nicht als solches.

Amputationen bei Haustieren sind für den Tierhalter die größere Umstellung

Verliert Ihr Nagetier eine Gliedmaße, wird das für Sie keine Umstellung bedeuten. Bei einer Katze ist es ähnlich, doch freut sie sich über ein weiches, ohne große Sprünge zu erreichendes Lager. Das Katzenklo sollte häufiger gesäubert werden, da Ihre Katze eventuell anfangs nicht mehr wie gewohnt scharren kann. Die Tiere arrangieren sich sehr schnell mit den Gegebenheiten und werden natürlich schneller erschöpft sein, da die verbliebenen Gliedmaßen mehr belastet werden. Aus diesem Grund wird man sich als Hundehalter vor allem umstellen müssen. Lange, ausdauernde Spaziergänge sollten Sie Ihrem Hund nach einer Amputation nicht mehr zumuten, sondern dafür mehrere kleine oder mittlere Spaziergänge machen. Bei kleinen Hunden sollte man dem Tier das Treppensteigen ersparen und das Tier tragen. Für dreibeinige Hunde gibt es extra Geschirre, mit denen Sie Ihr Tier auch beim Treppensteigen unterstützen können. Achten Sie auf das Gewicht Ihres Tieres, jedes Gramm mehr ist eine Mehrbelastung für die verbliebenen Beine.
Die größte Umstellung für Hundehalter wird allerdings sein, dass Sie bei Ihren Gassirunden vermehrt auf Ihren Hund angesprochen werden, was sicherlich mit der Zeit etwas anstrengend oder nervig sein kann.

Kein Grund für Mitleid nach einer Amputation

Ihre Katze humpelt, Ihr Hund kommt seinen Artgenossen beim Spielen nicht mehr ganz so schnell hinterher. Das ist kein Grund, das Tier zu bedauern. Kleintiere machen sich keine Gedanken wie „Wäre ich doch…“. Sie akzeptieren Ihren Zustand als Gegebenheit. Sie sehen sich nicht als benachteiligt oder behindert an. Und auch die Artgenossen tun das nicht. Ob vier Beine oder drei Beine, Ihre Katze ist noch immer eine Katze, Ihr Hund ist noch immer ein Hund.

Amputation ist Euthanasie vorzuziehen

Hat sich Ihr Tier ein Bein so stark verletzt, dass dieses nicht mehr heilen kann, wird oft überschnell an das Einschläfern des Tieres nachgedacht. Manche Tierarztpraxen klären auch gar nicht über die Möglichkeit einer Amputation auf. Glauben Sie nicht, das Leben Ihres Tieres sei für dieses nach einer Amputation weniger lebenswert. Auch wenn es schwerfallen wird, es gibt keinen Grund, das Tier zu bemitleiden, auch wenn es anfangs wirklich schwerfallen dürfte, sein geliebtes Haustier so zu sehen. Letztlich geben laut verschiedener Studien nahezu alle Tierhalter an, dass sie mit einer Amputation sehr zufrieden sind und es im Fall der Fälle wieder tun würden.

Beratung über Amputationen

In den SmartVet Tierarztpraxen können Sie sich über Amputationen bei Kleintieren informieren und sich, falls Ihr Tier betroffen ist, beraten lassen. Die Teams helfen Ihnen gerne dabei, Ihr Tier zu unterstützen und ihm ein langes, unbeschwertes Leben zu garantieren.

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