Der kleine Kater Gustl war zu Besuch in unserer SmartVet Praxis in Nürnberg. Wie es sich gehört - haben ihn seine Besitzer vor der Impfung auf Felv (Katzenleukose) und FIV (Katzenaids) testen lassen.

Da der Test negativ ausfiel - konnte er seine Impfung bekommen. Nun genießt der kleine Kerl sein Leben in der Natur. Seine Besitzer müssen sich keine Sorgen machen, dass Gustl sich an lebensbedrohlichen Krankheiten ansteckt oder sie sogar verbreitet.

Was ist FIV (Katzenaids)?

FIV ist quasi bei Katzen das, was beim Menschen HIV ist: Genau wie Aids beim Menschen führt eine FIV-Infektion bei der Katze mit Fortschreiten der Krankheit zu einer zunehmend geschwächten Immunabwehr. Dieser Prozess dauert jedoch in der Regel viele Jahre, bevor er schließlich im Endstadium zum Tod führt – sofern das Endstadium überhaupt eintritt. Eine FIV-Infektion ist nicht heilbar.

Was ist Felv (Katzenleukose)?

Das Feline Leukämie-Virus (FeLV), besser bekannt als Leukose, gehört zu den Infektionskrankheiten und wird – ebenso wie der Feline Immunodeficiency Virus (FIV) – durch einen Retrovirus verursacht. Während FIV jedoch zu den Lentiviren gehört, zählt FeLV zur Unterfamilie der Oncornaviren.

FeLV und FIV können ähnliche Krankheitsbilder hervorrufen, sind aber sonst sehr verschieden, schon im Aussehen. FeLV ist fast rund, FIV ist länglich. Auch genetisch sind sie recht unterschiedlich und ihr Struktureiweiß unterscheidet sich in Größe und Zusammensetzung. Das erklärt das Fehlen von Kreuz-Immunität. FeLV-Antikörper können nicht an FIV andocken, FIV-Antikörper nicht an FeLV.

Die Katzenleukose ist eine der häufigsten infektiösen Todesursache der Katze. Untersuchungen haben klar gezeigt, dass beinahe jeder 6. Todesfall bei Katzen durch Leukose verursacht wird. Die Krankheit kommt weltweit vor und betrifft Katzen jeden Alters.

Von der Ansteckung bis zur Erkrankung können Jahre vergehen. Der Erreger ist höchstgefährlich, denn ansteckend ist er auch dann, wenn die Krankheit noch nicht ausgebrochen ist, d.h. der Virus kann in aller Ruhe auf andere Katzen übertragen werden.

Bitte lassen Sie ihre Samtpfote dringend gegen diese gefährlichen Krankheiten testen! Gerne beraten wir sie in unseren Praxen über notwenige Tests und Maßnahmen bei einer Erkrankung. 

                                                                              

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