Hyperthyreose Katze

Hyperthyreose bei Katzen

Hyperthyreose ist eine Überfunktion der Schilddrüse

Die Hyperthyreose ist eine Überfunktion der Schilddrüse und die häufigste hormonelle Erkrankung bei älteren Katzen. Die Ursache ist fast immer eine Veränderung der Schilddrüse, welche in den meisten Fällen gutartig ist. Nur ca. 4% der Schilddrüsentumoren sind bösartig. Eine tastbare Vergrößerung der Schilddrüse muss allerdings nicht mit einer Überfunktion einhergehen, ausschlaggebend hierfür ist die hormonelle Aktivität des Gewebes.

Symptome der Hyperthyreose

Schilddrüsenhormone führen zu einer Erhöhung des Stoffwechsels in allen Körperzellen der Katze, daraus resultieren die verschiedenen Symptome: Die Symptome der Schilddrüsenüberfunktion sind sehr vielfältig und kommen nicht nur von der Schilddrüse selbst sondern auch durch den Einfluss der Drüse auf andere Organe (Herz und Niere) zustande.

Am häufigsten wird eine deutliche Abmagerung der Katze bei erhaltenem oder sogar gesteigertem Appetit beobachtet. Aber auch Erbrechen, Durchfall und Fellveränderungen sowie eine deutliche Atmung können durch diese Erkrankung hervorgerufen werden. Allerdings gibt es auch eine Reihe anderer Erkrankungen, die diese Symptome ganz oder teilweise hervorrufen können, wie z.B. Nierenerkrankungen oder Diabetes.

Diagnose der Hyperthyreose

Die Diagnose lässt sich relativ einfach über eine Blutuntersuchung stellen. Neben dem Schilddrüsenhormon T4 sollten auch die Organwerte für Niere und Leber untersucht werden, der Blutzucker gemessen sowie ein Blutbild angefertigt werden.

Steht die Diagnose Hyperthyreose stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Behandlung.
Es stehen verschiedene Therapieansätze zur Verfügung, die je nach Befinden des Tieres (Gesundheitszustand, andere Erkrankungen, Nierenfunktion), dem erhobenen Befund (gutartiger oder bösartiger Tumor, Größe der Veränderung) und der Praxisaustattung (radioaktive Behandlungsmöglichkeit, Erfahrung des Chirurgen) mehr oder weniger sinnvoll sind.

Behandlung der Hyperthyreose

Zu Beginn jeder Behandlung steht die Gabe von Medikamenten, die die Produktion des Schilddrüsenhormons T4 hemmen. Diese sogenannten Thyreostatika dienen dem Einstellen des Hormonwertes auf ein normales Level und somit verschwinden auch die Symptome. Die Tabletten müssen lebenslang gegeben werden und es muss regelmäßig eine Blutkontrolle gemacht werden, um das Level zu überprüfen.

Ist die Katze gut auf das Medikament eingestellt und haben sich die Symptome gebessert, besteht die Möglichkeit, einen Teil der Schilddrüse operativ zu entfernen. Allerdings birgt diese Operation gewisse Risiken, sodass nur nach einer sorgfältigen Untersuchung (Blut, Röntgen, Ultraschall und evtl Szintigraphie) von einem erfahrenem Chirurgen operiert werden sollte.

Die beste Heilungschance ohne größere Komplikationen besteht in der Anwendung von radioaktivem Jod. Über 90% aller Katzen sind bei dieser Therapie nach 6 Monaten geheilt. Allerdings bietet diese Technik aufgrund der Radioaktivität und der daraus resultierenden Strahlung nur Fachkliniken an.

Die Prognose ist bei richtiger und konsequenter Anwendung aller drei Therapiemöglichkeiten als gut zu bezeichnen, die durchschnittliche Überlebenszeit variiert von 2 bis zu 5 Jahren.

Katrin Radick

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