Diabetes bei Katzen - Insulin

Diabetes bei Katzen

Auch bei Katzen ist Diabetes keine seltene Krankheit

Wie wir Menschen können auch unsere Haustiere an Diabetes erkranken. Der feline Diabetes mellitus (Katzendiabetes) tritt dabei in zwei Formen auf. Typ-1-DM verursacht eine Zerstörung der insulinproduzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse. Wesentlich häufiger (80-95%) kommt Typ-2-DM bei Katzen vor. Hierbei kommt es zu einer verminderten Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse und zugleich zu einer erhöhten Insulinresistenz der Körperzellen.

Diabetes – Zuckerkrankheit bei Katzen

Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet und senkt den Blutzuckerspiegel, indem andere Körperzellen dazu angeregt werden, Glukose (Traubenzucker) aus dem Blut aufzunehmen. Daher wird Diabetes gemeinhin auch als Zuckerkrankheit bezeichnet. Direkte Folge von Diabetes mellitus (griechisch, „honigsüßer Durchfluss“) ist ein erhöhter Blutzuckerspiegel, der Urin erhält einen süßlichen Geschmack, weshalb die Krankheit ihren Namen trägt.

Diabetes bei Katze Molly

Molly kam als Notfall in die SmartVet Tierarztpraxis Wiesbaden. Der Allgemeinzustand der Katze war sehr kritisch. Seit ein paar Tagen hatte sie schon keinen rechten Appetit mehr und zeigte sich extrem apathisch. In der Nacht bevor ihr Herrchen sie in die Praxis gebracht hat, ist Molly zusammengebrochen. Sie wurde über eine Woche stationär in der Tierarztpraxis behandelt. Mollys Körper war ausgetrocknet und hatte eine geringe Körpertemperatur, weshalb sie mit Infusionen und Medikamenten versorgt wurde, um einen stabilen Zustand zu erreichen.

Stark erhöhte Blutzuckerwerte

Blutuntersuchung, Ultraschall und Urintest ergaben, dass die Zuckerwerte von Molly viel zu hoch waren. Zudem hatten Ihre Nieren schwer zu kämpfen und drohten, komplett zu versagen. Mollys Therapie musste umfangreicher ausfallen als anfangs angenommen, um das Organversagen zu verhindern. Zur Genesung musste Molly mehrere Spritzen über sich ergehen lassen sowie einige Medikamente einnehmen.
Trotz ihres schlechten Ausgangszustands stabilisierte sich der Zustand der Katze zusehends und sie fühlt sich inzwischen wieder pudelwohl. Ihr Diabetes muss täglich mit zwei Insulinspritzen behandelt werden, außerdem gibt es für Molly nun spezielles Futter. Zur Kontrolle ihrer Blutwerte kommt Molly nun regelmäßig in der Tierarztpraxis vorbei.

Symptome eines Diabetes bei Katzen

Bei Diabetes kommt es zu einer vermehrten Ausschüttung von Glukose in den Urin. Daraus resultiert ein häufigeres Absetzen von Urin, weshalb die Katze mehr trinkt als sonst. Die Katze fühlt sich schwach und matt und versucht dies durch eine größere Nahrungsaufnahme zu beheben, verliert aber dennoch an Gewicht. Um schlimmere Schäden wie Organversagen oder eine Schädigung der Nerven zu verhindern, sollte schon bei ersten Anzeichen der Tierarzt aufgesucht werden.

Behandlung von Diabetes bei Katzen

Katzen mit Diabetes müssen unabhängig vom Präparat zweimal täglich mit Insulin behandelt werden. Hierbei ist eine subkutane Injektion, also unter die Haut, nötig. Welches Insulin und welche Dosierung für Ihr Tier geeignet ist, wird Ihnen Ihr Tierarzt nach der Blutzuckermessung sagen. Daher ist eine regelmäßige Messung des Blutzuckerspiegels notwendig, um die Dosierung eventuell anzupassen. Bei der Festlegung der Insulindosis spielen viele Faktoren eine Rolle, allein eine Futterumstellung, die nach der Feststellung der Krankheit nötig ist, kann eine Anpassung der Insulindosis nach sich ziehen. Wichtig ist bei Diabetes die regelmäßige Rücksprache mit dem Tierarzt, um das Wohlergehen der Katze sicherzustellen.

Zurück