Alte Hunde - Altwerden

Wenn der Hund alt wird…

Es kommt der Tag, an dem wir anfangen uns zu wundern, dass unser Hund scheinbar ständig müde ist. Vielleicht fällt uns auch auf, dass seine Augen etwas trübe scheinen. Und ist er nur bockig oder hört er uns wirklich nicht?

Ich weiß, dass mein Hund mich hört, wenn ich die Kühlschranktür aufmache und er wie gewohnt in die Küche kommt. Eines Tages kam er nicht mehr, ich machte die Tür auf und zu, immer wieder, aber er schlief in seinem Korb weiter.
Als ich ihn dort so liegen sah, wurde mir bewusst,dass ein neuer Abschnitt angefangen hatte. Wenn unser Hund in die Jahre kommt, müssen wir anfangen umzudenken. Ist es ein Hund, der uns immer beschützen wollte? Dann müssen wir damit anfangen, ihn zu beschützen. Wir müssen uns über einige Dinge informieren, um unserem Hund den Lebensabend zu schenken, den er verdient hat.

Alterserscheinungen sind:

  • Das Fell wird grau,
  • Die Muskulatur und Elastizität des Körpers nimmt ab,
  • Das Seh- und Hörvermögen wird schwächer.
  • Sein Verhalten verändert sich, er wird ruhiger und ist öfter müde

Bei großen Rassen wie z.B Deutsche Dogge, Deutscher Schäferhund, Golden Retriever, Amerikanische Bulldogge usw. beginnt dieser Prozess schon mit 7-8 Jahren.
Kleine Hunderassen und auch Mischlinge bleiben länger jugendlich.

Sie sollten mit Ihrem Hund jetzt regelmäßiger zur Routineuntersuchung zum Tierarzt gehen.
Zusätzlich zu der gewöhnlichen Allgemeinuntersuchung sind Blut-, Urin- und Kotuntersuchungen anzuraten. Ihr Tierarzt wird Ihnen auch eine Ultraschalluntersuchung vorschlagen, dadurch können frühzeitig Herzprobleme oder Veränderungen an anderen Organen erkannt werden.

Informieren Sie Ihren Tierarzt unbedingt über Veränderungen, die Ihnen an Ihrem Hund auffallen. Viele altersbedingte Veränderungen können medikamentös behandelt werden. Z.B. Herz- Gelenk oder Schilddrüsenprobleme.

Die Anforderungen an das Futter werden sich verändern.
Aufgrund von verlangsamten Stoffwechsel und eingeschränkter Aktivität nimmt Ihr Hund bei gleicher Futtermenge wahrscheinlich zu. Ein zu hohes Körpergewicht wirkt sich natürlich auch auf die Gesundheit des Hundes aus.
Einige Hunde aber nehmen im Alter ab. Der Grund hierfür können Diabetes, Herz-oder Zahnprobleme sein. Fragen Sie Ihren Tierarzt, wenn sie sich unsicher sind, was die optimale Fütterung für Ihren Hund wäre.

Sie werden in Zukunft verstärkt auf ihren Hund achten müssen. Die Aktivitäten müssen seinem Gesundheitszustand angepasst werden. Vielleicht kann er nicht mehr die 10 km am Rad mitlaufen und es wird langsam Zeit, einen gemütlichen Waldspaziergang als Alternative in Betracht zu ziehen.
Sollte er Gelenkprobleme haben, können Sie ihm die Futteraufnahme erleichtern, indem Sie einen höhenverstellbaren Fressnapf zur Verfügung stellen.
Er wird auch anhänglicher werden und braucht viel Zuwendung und Streicheleinheiten. Sollte sein Hör-und Sehvermögen nachlassen wird er vielleicht auf den Spaziergängen unsicher. Geben Sie ihm Sicherheit dadurch, dass Sie die Führung übernehmen.
Sollten Sie mehrere Hunde halten, kann es passieren, dass ein jüngerer Hund die geschwächte Position des älteren Hundes für sich nutzen will. Schützen Sie ihren alten Hund vor Attacken und Belästigung.

Ein alter Hund ist anrührend und erweckt manchmal unser Mitleid. Ein alter Hund ist anstrengend und erweckt manchmal unseren Zorn. Beides ist nicht angebracht.
Lassen wir ihn in Würde altern und vergessen wir niemals, dass der Hund sein ganzes Leben für uns gelebt hat. Er war an unserer Seite, er hat auf uns gewartet, er konnte trösten und uns zum Lachen bringen.
Also genießen Sie die Zeit mit Ihrem „Senior“

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