Schutzimpfung für Haustiere

Schutzimpfung von Kleintieren

Ist eine Schutzimpfung nötig?

Die Notwendigkeit einer (jährlichen) Schutzimpfung von Kleintieren ist seit einiger Zeit in der Diskussion. Das Ziel einer Schutzimpfung liegt in der Stimulierung der körpereigenen spezifischen Immunreaktion, um dem Tier gegen diese bestimmte Infektionskrankheit einen spezifischen Schutz zu verleihen. Schutzimpfungen gehören zu den ältesten und erfolgreichsten Maßnahmen zum Schutz vor Infektionskrankheiten. Bei Hunden und Katzen sind seit Jahren kaum Seuchenausbrüche bekannt, was sicherlich auf die durchgeführten Impfmaßnahmen seitens der Tierärzte zurückzuführen ist.

Schutzimpfung abhängig von der Haltung

Die derzeit zur Verfügung stehenden Impfstoffe decken beim Hund Erkrankungen wie Staupe, ansteckende Leberentzündung, Parvovirose, Leptospirose, Zwingerhusten, Tollwut und Borreliose ab. Für die Katze stehen Imfpstoffe gegen Katzenschnupfen, Katzenseuche, Katzenleukose, FIP (infektiöse Bauchwassersucht) sowie Tollwut zur Verfügung. Nach der Grundimmunisierung des Tieres erfolgt ein jährliches Impfgespräch, um einen Impfplan zu ermitteln unter Berücksichtigung der aktuellen Seuchenlage, der Haltung des Tieres sowie des individuellen Infektionsdruck. Denn der Erfolg einer Impfung hängt von dem Zusammenspiel dieser verschiedenen Faktoren ab. Für die Tollwut gibt es Seuchenpolitische Maßnahmen, die ein Behandlungsverbot für Tollwut-verdächtige Tier beinhalten und die Tötung nicht jährlich gegen Tollwut geimpfter Tiere veranlassen.

Da es für die anderen Infektionskrankheiten keine gesetzlichen Vorgaben gibt, liegt die Verantwortung in der Durchführung der empfohlenen Impfpläne in der Hand der Tierhalter. Dazu sagt der Tierarzt Olaf Thamm von SmartVet: „Beim Hund treten immer noch Infektionskrankheiten wie Staupe und Parvovirose und bei der Katze Katzenleukose und Katzenseuche auf. Gegen diese Krankheiten muss also weiterhin geimpft werden, damit es nicht zu seuchenartigen Ausbrüchen kommen kann.“ Hält sich der Tierhalter nicht an die Empfehlungen des Tierarztes, riskiert er eine mögliche Erkrankung seines Tieres und gefährdet somit die Gesundheit der Gesamtpopulation.

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