Leguan - Reptilien

Reptilien als Haustier

Reptilien - Kaltblüter mit hohen Ansprüchen an Ihren Lebensraum

Reptilien erfreuen sich auch in Deutschland als Haustiere steigender Beliebtheit. Liebhaber schätzen ihre Artenvielfalt und Urwüchsigkeit oder mögen Terrarien als interessante Zimmerdekoration. Doch Vorsicht: Die Auswahl der Mitbewohner will gut überlegt sein. Denn die Haltungsbedingungen variieren, teilweise sogar innerhalb einer Art, und sind entscheidend für Gesundheit und Wohlbefinden der Tiere. Können spezielle Anforderungen nicht realisiert werden, folgen häufig Krankheiten bis hin zu Todesfällen. Das gilt in großen Ökosystemen ebenso wie in der Wohnung oder im Garten. Leider verschwinden täglich viele Reptilien-Arten von der Erde, da ihre Lebensgebiete bedroht oder verschmutzt sind, oder die Tiere gar gezielt verfolgt werden.

Reptilien abhängig von Umwelteinflüssen

Reptilien regeln ihre Körpertemperatur über äußere Umwelteinflüsse, da sie nicht in der Lage sind, ihre Innentemperatur mit Hilfe körpereigener Mechanismen zu regeln. Beispielsweise suchen sie zur Steigerung der Körpertemperatur warme Plätze (z.B. aufgeheizte Steine oder Erde) und Licht auf. Ein Absinken der Körpertemperatur bei Hitze wird durch das Eingraben im Sand erreicht. Der sogenannte Temperaturvorzugsbereich (Temperaturbereich, in dem das Reptil eine günstige Körperinnentemperatur halten kann) liegt in der Regel zwischen 22 und 27 Grad Celsius.

Die Körperinnentemperatur spielt eine entscheidende Rolle für Stoffwechsel und Verdauung. Wenn die Tiere keine Möglichkeit haben, über verschiedene Plätze, Lampen oder Heizungen ihre Temperatur zu optimieren, werden sie auch bei sonst korrekter Fütterung Krankheitsanzeichen zeigen. Heizelemente sollten mit einem Thermostat verbunden sein, um eine Überhitzung der Umgebung zu vermeiden. Licht- und Wärmequellen am Besten unabhängig voneinander betreiben. Aber Achtung, das Tier darf keinen direkten Kontakt zu einem Wärmestrahler haben, da sonst Verbrennungen die Folge sein können. Elektrisch beheizte Steine können als Wärmestrahler-Ersatz benutzt werden; eine UV-Lampe kann, wenn nötig, darüber platziert werden. Bei Reptilien, welche gewohnt sind sich vor zu viel Wärme durch Eingraben zu schützen, darf keine Bodenheizung installiert werden.

Reptilien benötigen richtiges Licht

Eine korrekte Beleuchtung ist für das Wohlergehen von Reptilien wichtig. Licht stimuliert die Aktivität und den Appetit, außerdem wird UVb-Licht zur Synthese von Vitamin D3 (Calciumstoffwechsel) benötigt. Die Einhaltung der Lichtperiode und die Qualität des Lichts sind gleichermaßen wichtig. Leuchtstoffröhren sind besser geeignet, da sie keine Wärme abgeben. Sie müssen regelmäßig gewechselt werden, da die Intensität mit der Zeit geringer wird.

Häufig wird bei der Haltung die Luftfeuchtigkeit missachtet. Weniger anspruchsvolle Arten tolerieren eine Feuchte von 50-70%. Bei Wüstenbewohnern muss die Feuchte niedrig gehalten werden, während Bewohner des Regenwaldes eine hohe Luftfeuchtigkeit vorziehen, diesen Arten bekommt ein regelmäßiges Besprühen mit lauwarmem Wasser gut.

Die richtige Einrichtung für Reptilien

Die Einrichtung des Terrariums soll den natürlichen Begebenheiten des Reptils entsprechen. Erdbewohner können in einer flachen, aber von der Grundfläche her großen Behausung leben, während bei kletternden oder baumbewohnenden Arten ein hohes Terrarium mit Kletterzweigen vorzuziehen ist. Bei im Wasser oder teilweise im Wasser lebenden Arten ist auf das Einrichten unterschiedlicher Wassertiefen sowie einem Landteil zum Aufwärmen zu achten.

Wichtige Parameter bei der Haltung eines Reptils sind somit Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Sonnenlicht (oder UV-Bestrahlung) sowie das Nachstellen natürlicher Lebensbedingungen. Werden diese speziellen Anforderungen an den Lebensraum der jeweiligen Art beachtet, haben Sie lange Freude an Ihrem Terrariumbewohner. Sollten Sie trotz allem Krankheiten oder ein verändertes Verhalten feststellen, nehmen Sie Kontakt zur SmartVet Tierarztpraxis in Ihrer Nähe auf.

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