Blasenentzündung beim Meerschweinchen

Blasenentzündung bei Meerschweinchen

Meerschweinchen haben nicht selten eine Blasenentzündung

Dass ein Meerschweinchen eine Blasenentzündung (Cystitis) bekommt, ist nicht ungewöhnlich. Weibchen sind dabei öfter betroffen als Böcke.

Ursachen einer Blasenentzündung bei Meerschweinchen

Eine bakterielle Infektion kann durchaus eine Ursache für eine Blasenentzündung sein. Doch in den meisten Fällen liegt es an der Haltung der Meerschweinchen, bzw. der Positionierung des Käfigs oder Geheges.
Steht der Käfig auf dem Fußboden, kann eine Ursache sein, dass der Boden zu kalt ist. Das kommt vor allem in Erdgeschosswohnungen und bei gefliesten Böden vor. Abhilfe würde hier ein Aufbocken des Käfigs schaffen.
Auch Zugluft kann ein Problem sein. Undichte Fenster und Türen sollten isoliert werden und das Lüften in Käfignähe vermieden werden.

Tritt eine Blasenentzündung bei Meerscheinchen häufiger auf, ist es ein klares Anzeichen dafür, dass Sie am Käfig oder an seiner Position etwas ändern sollten.

Anzeichen einer Blasenentzündung bei Meerschweinchen

Anfangs lassen sich schwer Symptome erkennen und kann in leichten Fällen von alleine wieder abklingen, ohne dass man etwas gemerkt hat. Auffallend kann aber häufigeres Trinken und damit verbunden häufigeres Absetzen kleiner Mengen Urin sein. Dieser kann schleimig, trüb oder blutig sein. Schmerzlaute in Form von Quieken und ein krummer Rücken beim Urin absetzen deuten sehr auf eine Blasenenzündung bei Meerschweinchen hin.

Diese Symptome können allerdings auch bei anderen Erkrankungen auftreten. So sind Harnsteine bei Meerschweinchen relativ häufig. Bei männlichen Tieren muss an eine Erkrankung der Geschlechtsdrüsen gedacht werden. Weibliche Tiere können Gebärmuttererkrankungen haben.

Was ist zu tun bei einer Blasenentzündung?

Sollten Sie die genannten Symptome bei Ihrem Meerschweinchen feststellen, sollten Sie sofort einen Tierarzt aufsuchen. Eine Urinuntersuchung und ein Abtasten des Bauches ergänzen die allgemeine Untersuchung. Gegebenenfalls wird ein Röntgenbild oder Ultraschall gemacht, um andere Erkrankungen auszuschließen.

Die Erkrankung wird mit Antibiotika behandelt. Dieses soll auf die vorhandenen Keime abgestimmt werden. Außerdem erhält der Patient Schmerzmittel, um schmerzfrei Urin absetzen zu können. Infusionen und die Gabe von Feuchtfutter wie Gurke und Salat erhöhen die Wasseraufnahme und somit die Ausscheidung der schädlichen Keime. Zur Unterstützung können etwas Nieren- oder Blasentee zum Trinkwasser zugegeben werden.

Die Therapie sollte erst nach einer erneuten Urinuntersuchung beendet werden, um Rückfällen vorzubeugen.

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