Statt OP einschläfern?

 

Tierärztin Tanja Nöske bei SAT1 Akte

SmartVet Tierärztin Tanja Nöske aus der Tierarztpraxis  Borgsdorf berichtet in dem Akte Beitrag über leider immer wieder auftretende Fälle.
Tierbesitzer können den Tierarzt nicht bezahlen. Als Alternative sehen sie oft nur das Einschläfern ihres Haustieres.

Doch so leicht ist es gottseidank nicht.
Auch im Tierschutzgesetzt steht:
"Niemand darf einem Tier, ohne vernünftigen Grund, Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen."

Es ist traurig, dass ein Gesetz darauf hinweisen muss, dass man sich eines Tieres nicht einfach entledigen kann, wie man es mit einer ausrangierten Couch macht.

In den Medien, bei Züchtern, in den Tierarztpraxen und in Tierheimen wird immer wieder nachdrücklich darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, sich vor der Anschaffung eines Haustieres ernsthaft Gedanken zu machen. 


Bei diesen Gedanken sollte es nicht nur darum gehen, ob genug Zeit zur Verfügung steht, um z.B. mit dem Hund spazieren zu  gehen, oder ob man einer Katze ein artgerechtes Leben bieten kann. Selbstverständlich muss auch der finanzielle Aspekt überdacht werden. Ob Hund, Katze oder Nager, es sollte so gut wie möglich sichergestellt sein, dass der Besitzer in der Lage ist über viele Jahre auch für die eventuell entstehenden Tierarztkosten aufzukommen.

Tierärztin Tanja Nöske rät in dem Bericht die Tiere gesund zu halten. Also auf das Gewicht achten und bei  Anzeichen einer Krankheit schnell zum Tierarzt gehen. Oftmals kann am Anfang einer Krankheit schnell und unkompliziert und somit kostengünstiger behandelt werden.
Sie empfiehlt eine Tierkrankenversicherung. Ist das Tier krankenversichert, kann den Besitzer auch eine aufwendige OP nicht schocken.

Es ist unbedingt davon abzuraten, die eigene Hausapotheke am Tier auszuprobieren. 

Ein Aspirin hilft uns bei Schmerzen, aber dem Tier nicht. Medikamente für Tiere sind speziell für Tiere.

 

 

 

 

 

Der  Beitrag warf bei mir aber noch eine andere Frage auf.

Es gibt viele Menschen, die plötzlich und unabsehbar in eine sozial kritische Situation geraten. Sollten diese Menschen ihre geliebten Haustiere abgeben? Sollte sich die Rentnerin, die vielleicht plötzlich eine Mieterhöhung bekommt oder einfach aufgrund der stetig steigenden Lebenshaltungskosten in finanzielle Schwierigkeiten kommt von ihrer alten Katze trennen?

Oder was ist mit den Menschen, die niemand anderen haben als ihren Hund oder ihre Katze?


Es ist angesichts des steigenden sozialen Gefälles tröstlich zu wissen, dass es deutschlandweit immer mehr Organisationen gibt, die genau diesen sozial schwachen und deren Tieren ehrenamtlich helfen.


Es gibt die Tiertafel mittlerweile in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen. Tendenz steigend.

Diese Tiertafel ist für Menschen, die sich plötzlich in Situationen befinden, in denen sie nicht  mehr wissen, wie sie ihr Haustier ausreichend versorgen sollen,  z.B wegen Arbeitslosigkeit , Hartz IV , Krankheit oder einer zu kleinen Rente .
Denn es ist doch so, grade in schwierigen Situationen braucht man sein Tier besonders. Es ist da und bringt uns bedingungslose Liebe entgegen.

Es ist auch beruhigend zu wissen, dass das Konzept von SmartVet viel Wert auf ein ausgewogenes Preis/Leistungsverhältnis legt und dass dort sicher kein Tier aus Kostengründen eingeschläfert wird.